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Ehrung 14. brandenburgischer Patenförster benannt


Dienstag 28. Oktober 2008


Von: Klaus Radestock



Es ist im Land Brandenburg nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens seit 1995 Tradition, die Ehrenbezeichnung „Patenförster“ öffentlichkeitswirksam und mit entsprechenden Urkunden an Forstleute zu vergeben, die sich als Betreuer von Waldjugendgruppen, Forst-AGs, forstlichen Ganztagsschulangeboten, Waldschulen, Schulwäldern oder auf andere Weise in herausragendem Maße der waldpädagogischen Arbeit mit jungen Menschen widmen.

Aus Anlass einer Försterwanderung wurde am 21.10.08 Frau Revierförsterin a.D. Ute Handke zum vierzehnten brandenburgischen Patenförster erklärt.

Ute Handke wurde 1936 geboren. Sie begann ihre forstliche Laufbahn am 2.1.1952 und hat sich in der Folge vor allem der Betreuung der Forstreviere Frauensee sowie Prieros im Südosten Berlins gewidmet.

Bereits im Jahre 1962 begann sie - zunächst mit Eichwalder Schülern - waldpädagogisch zu arbeiten.

Ab 1970 gestaltete die Försterin dann regelmäßig Waldführungen mit Kindern und Jugendlichen vor allem des Zentralen Pionierlagers „Kalinin“ am Frauensee (heute: KiEZ, Ortsteil Gräbendorf der Gemeinde Heidesee).

Oft waren dabei auch ausländische Gruppen, meist aus Polen, Tschechien oder Russland, ihre Gäste.

Seit Ute Handke 2001 ihren aktiven Forstdienst beendete, trat sie damit keineswegs in den Ruhestand. Vielmehr fuhr sie beispielhaft fort, ihre großen, mit viel Lebensweisheit angereicherten Kenntnisse über den Wald an junge Menschen weiterzugeben.

So ist die waldkundige, sehr belesene und auch geschichtlich interessierte Frau u.a. schon seit vielen Jahren Waldpädagogik-Referentin des Regionalverbands Dubrow der brandenburgischen Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am Märkischen Haus des Waldes (Amt für Forstwirtschaft Wünsdorf).

Hier hat sie sich besonders auf Führungen und Försterwanderungen für Kita- und Grundschulkinder spezialisiert und wirkt als gute Kennerin der waldpädagogischen Kernbotschaft „Doktor Wald“ am Aufbau der „Praxis Dr. Wald“ mit.

In Revierförsterin a.D. Ute Handke ehren wir in diesem Jahr zum ersten Mal eine forstliche „Unruheständlerin“ und Teilnehmerin am geplanten brandenburgischen „Generationennetzwerk Wald“ (so auch der Titel einer aktuellen Bachelorarbeit der Studentin Katja Löhndorf an der Fachhochschule Eberswalde).

Menschen wie Ute Handke vermögen es auf ihre ganz eigene Art, Erfahrungswissen glaubhaft zu vermitteln und damit ein Band zwischen Jung und Alt zu knüpfen, das heute mancherorts brüchig geworden ist. Sie lehrt damit Nachhaltigkeit (= verantwortungsvolles Denken und Handeln „in Generationen“) im besten Sinne des Wortes und trägt so auch zur „Herzensbildung“ der Kinder bei.

Klaus Radestock, Tel. 033763-64444

 



Ute Handke aus Gräbendorf am 21.Oktober eine Patenförsterin

Die Urkundenverleihung

links: Klaus Radestock, mitte: Ute Handke, rechts: Forstamtsleiter Karl Heinz Timm

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